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Kompostieren

Schnellkompost: Dieser ist nach ca. 6 – 8 Wochen anwendungsfertig und kann zur Nährstoffversorgung der Pflanzen verwendet werden. er riecht nach Walderde und ist dunkel-braun-krümelig. Schnellkompost ist ein ideales Bodenverbesserungsmittel. Die Herstellung von Schnellkompost erfolgt im Thermokomposter.

Reifekompost: Wird ein Komposthaufen mindesten ein Jahr gelagert, entsteht Reifekompost. Dieser vererdete Kompost hat nur wenig Düngewert, kann jedoch gut als Pflanzerde für die Aussaat und zur Anzucht junger Pflanzen verwendet werden.

Kompostsilo und Thermokomposter

Organische Gartenabfälle mit dem Thermokomposter kompostieren

  1. Grobe und sperrige Gartenabfälle, wie z. B. Baum- und Strauchschnitt, Gemüsestrünke usw. werden zu einer kompostgerechten Größe zerkleinert. Ideal ist hier der Einsatz eines Häckslers.
  2. Die zerkleinerten Abfälle werden mit feuchtem, nährstoffreichem Material, wie z.B. Rasenschnitt sorgfältig gemischt.
  3. Die so entstandene Mischung wird mit einem Kompostiermittel beimpft. Dadurch gelangen alle Mikroorganismen, die zur raschen Kompostierung wichtig sind, in die Mischung.
  4. Die so entstandene Mischung füllen Sie in den Thermokomposter. Nach 2 – 3 Wochen wird der Kompost kräftig mit einer Grabegabel durchgemischt und, falls erforderlich, angefeuchtet.

In einer ausgewogenen Material-Mischung bleibt automatisch die richtige Feuchtigkeit erhalten.

Rasenschnitt im Thermokomposter kompostieren

  1. Rasenschnitt ist sehr nass und wird daher mit holzigem Material gemischt. Die Masse wird dadurch aufgelockert und luftdurchlässig. Gut geeignet ist auch eine Mischung mit trockenem Laub oder Rindenmulch.
  2. Nun wird diese Mischung noch mit einem Kompostierungsmittel versetzt und in den Thermokomposter gefüllt. In der aktiven Phase der Verrottung entstehen hierbei Temperaturen von bis zu 70 °C.
  3. Nach 2 – 3 Wochen wird die Kompostmasse noch einmal gut umgerührt und bei Bedarf noch angefeuchtet.

Kompostieren mit dem Kompostsilo

  1. Wählen Sie zum Aufstellen des Silos einen windgeschützten, halbschattigen Standort. Der Untergrund darf nicht mit Beton oder sonstigem Material abgedichtet sein.
  2. Nach dem Lockern des Untergrundes kommt eine erste ca. 20 cm dicke Belüftungsschicht aus Baum- und Heckenschnitt hinein. Die nächsten Schichten sollten aus nassem und wieder trockenem Material bestehen. Schichten aus Grünmasse werden mit Steinmehl und Schichten aus Erde mit Algenkalk überpudert. Einzusätzliches Impfen mit Mikroorganismen beschleunigt den Rotteprozess.
  3. Eine Abschlussschicht aus Erde, Laub oder Stroh schützt vor Wärmeverlust.

Bei zu hoher Feuchtigkeit findet keine ausreichende Durchlüftung statt, die Temperatur sinkt und es besteht dadurch Fäulnisgefahr. Bei zu geringer Feuchtigkeit ruhen die Mikroorganismen und der Kompostprozess kommt nicht in Gang.

Was darf auf den Kompost und was nicht!

Das darf alles auf den Kompost!

  • Laub
  • Obstreste
  • Blumenreste
  • Rasenschnitt
  • Hecken- und Strauchschnitt
  • Gartenabfälle
  • Kaffeesatz
  • Gemüseabfälle
  • trockene Eierschalen
  • Heu
  • Kartoffeln
  • Rüben
  • Blumentopf-Erde
  • Sägemehl
  • Teesatz
  • Brennessel
  • Unkraut (nicht blühend)
  • Baumrinde

Das darf nicht auf den Kompost!

  • Textilien
  • Lumpen
  • Fäkalien
  • Steine
  • Glasscherben
  • Metall
  • Hochglanzpapiere
  • Kunststoffteile
  • Fleischabfälle
  • Verbundstoffe

Einige Stoffe müssen vor dem Kompostieren zerkleinert werden, wie z.B.  Papier, Baumrinde. Einige der Materialien sind trocken und können zum Regulieren bei zu viel Feuchtigkeit verwendet werden. Versuchen Sie eine ausgewogene Mischung.

Wichtige Kompost-Regel

Organische Garten- und Küchenabfälle gehören nicht in den Mülleimer, sondern in den Kompostbehälter oder das Kompostsilo. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Kranke Pflanzen, insbesondere Pflanzen, die mit Pilzkrankheiten behaftet sind, dürfen nicht auf den Kompost. Oftmals kann man diese Pilzkrankheiten durch die auftretenden Verfärbungen an den Blättern erkennen. Die Pilzsporen würden im Kompost eine ideale Umgebung zum Überleben und Vermehren finden. Durch den Kreislauf würden sie wieder in den Garten gelangen.

Gut zerkleinert ist halb kompostiert

Zum Kompostieren von holzigen, groben Gartenabfällen, wie z. B. Baumschnitt, ist der Einsatz eines Häckslers besonders sinnvoll. Insbesondere wenn größere Bestände an Sträuchern und Bäumen vorhanden sind, trägt der Häcksler zur Erleichterung der Gartenarbeit bei. Nur ausreichend zerkleinertes Material ermöglicht die im Kompost zur Verrottung erforderliche hohe Temperatur.

Über den Einfülltrichter wird das Häckselgut zugeführt und durch das Häckselwerk, das aus Messer bzw. Messerwalze besteht, zerkleinert. Für schnelles Verrotten ist es wichtig, dass das Material zerquetscht und zerfasert wird. So können die Mikroorganismen ihre Arbeit besser verrichten. Achten Sie darauf, dass keine Steine oder harte Gegenstände ins Häckselwerk geraten. Selbst hochwertige Messer werden dadurch beschädigt.

Beim Arbeiten mit Gartenhäckslern immer die Sicherheitshinweise des Herstellers beachten. Tragen Sie auf jeden Fall Arbeitshandschuhe und Schutzbrille, denn das Häckselgut kann schon mal unkontrolliert um sich schlagen.

Mulchen reduziert Unkrautwachstum

Das Häckselmaterial ist unentbehrlich als Zugabe zum Kompostieren. Bei großen Beständen an Gehölzen fallen auch große Mengen an Häckselgut an. Dieses kann direkt aus dem Häcksler auf Gartenwege, unter Sträuchern, Stauden usw. aufgebracht werden. Das Material reduziert das Unkrautwachstum stark. Im Laufe der Zeit zersetzt sich das Mulch-Material und lockert die Erde auf. Weiterhin bleibt die Erde unter der Mulchdecke schön feucht, da das Regenwasser zwar durchsickern, aber nicht verdunsten kann. Das Mulchmaterial können Sie auch flächig über den Beeten verteilen und damit die Erde auflockern. Es wird einfach mit einem Rechen leicht eingearbeitet und kompostiert durch den Erdkontakt sehr schnell.